Sobald Haltung, Nutzungszweck, Hufstellung und Hornqualität es zulassen, kann ein Pferd wunderbar barhuf laufen. Dies wirkt sich positiv auf den Hufmechanismus, die Durchblutung und die Gelenke aus. Es bedeutet aber auch einen erhöhten Pflegeaufwand.
Durch harte Böden oder Fehlstellungen kann sich das Horn schneller abnutzen, als es nachwächst. Hier gilt es besonders darauf zu achten, dass die Hufunterseite - Strahl, Sohle und weiße Linie - intakt bleiben. Hufe auskratzen ist hier besonders wichtig, damit Fremdkörper sobald wie möglich entfernt werden und größere Läsionen vermieden werden.
Durch die Verwendung einer Hufpaste können kleinere Beschädigungen aufgefüllt und vorbeugend gepflegt werden.
Insbesondere bei der Umstellung von Eisen auf Barhuf. Der Huf ist einige Wochen empfindlicher (fühlig), bis er sich an die neue Beanspruchung gewöhnt hat.
Hier tragen herauswachsende Nagellöcher dazu bei, dass die Hufwand leichter bricht und Risse entstehen. In dieser Zeit lohnt es sich, die weiße Linie und die Nagellöcher sauber zu halten, damit Bakterien nicht tiefer eindringen. In dieser Phase empfehlen wir die tägliche Nutzung des Lückenfüllers.